Salutemmanuelle

because maybe she knows

This morning was good – but then I got up

Liebe Emmanuelle, die Überschrift dieses Beitrags ist ein Zitat aus einem meiner noch immer Lieblingsfilme ‘Freaky Friday’ und stammt von Evan, dem bedürftigsten Patienten der Therapeutin Tess Coleman, der ihr damit seine Gemütslage zu erklären beginnt. In den letzten Wochen hatte ich immer wieder diese Zeilen im Kopf, weil sie irgendwie auch mein Gemütslage erklären, bezogen jedoch auf das ganze bisherige 2018. Silvester war okay, aber dann bin ich aufgestanden. Es begann mit einer Nacht in der Notaufnahme vom ersten auf den zweiten Tag des Jahres. Ich denke bei sowas leider wirklich okay, Hinweis auf den restlichen Verbleib, danke. Auch, damit ich nicht enttäuscht bin, sollte sich dies wirklich befürworten und trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass es das diesmal tatsächlich tut. Bisher. Ich will dir nicht jedes Detail erzählen, denn wenn schon einiges Schlimmes passiert ist oder schief ging, sieht man plötzlich auch Kleinigkeiten, die unerwartet blöd gelaufen sind, als unumgehbares Übel, welches 2018 eben für einen vorgesehen hat. Trotzdem kann ich dir sagen, dass mittlerweile beinahe täglich Evans Worte in meinen Gedanken auftauchen. Und ich komme nicht umhin mich zu fragen: why, eigentlich? Woran liegt es, dass ich immer regelmäßiger denke, nö, uncool, so hab ich mir das nicht vorgestellt. Hatte ich zu hohe Erwartungen an mein Future-Life, nachdem ich überglücklich die für mich deprimierendste Stadt meines bisherigen Lebens verlassen konnte? Hat sich das hypercoole, Alles-ist-möglich – Berlin innerhalb doch recht kurzer Zeit in nur eine weitere deutsche Stadt, die im Winter eben kalt ist und wo es extrem viele fertige Menschen gibt, entwickelt? Hat sich die Lel-Einstellung, Hauptsache nicht mehr studieren, alles ist besser als Hamburg, von einem mich nicht ganz zufriedenstellendnen Alltag abwechseln lassen? Denke ich alles schlimmer, als es ist, oder hatte Paps doch recht als er weise anmerkte: egal wohin du gehst, dich selbst nimmst du immer mit? Muss ich also erstmal eine Basic-Therapie machen, um es irgendwo auf der Welt länger, als ein halbes Jahr auszuhalten bzw. auch gut zu finden? Oder bin ich zu undankbar? Hätte man mich vor einem Jahr über meine jetzige Situation in Kenntnis gesetzt, hätte ich vermutlich kurz meinen Bleistift abgesetzt und einen kleinen Freudensprung gemacht, bevor ich mich wieder meiner Bachelorarbeit gewidmet hätte. Seltsamerweise habe ich das Gefühl, jetzt in dem Dilemma zu stecken, welches die meisten nach dem Abitur plagt: was will ich eigentlich machen mit meinem Life? Was ist das Cleverste in meiner jetzigen Situation, aber wozu hab ich gleichzeitig auch wirklich Lust? Soll ich die obligatorische Weltreise machen oder mich meiner beruflichen Zukunft widmen, damit ich, wie alle anderen anscheinend, mit 27 Chefredakteurin oder CEO von was Wichtigem bin? Ich soll und will so viel es geht mit nehmen, bevor ich für Jahrzehnte im Arbeitsalltag versacke. Moment, ich will unter keinen Umständen versacken, sondern natürlich ein Berufsleben führen, welches meiner Freizeit gleichzusetzen wäre, weil mir Spaß macht, was ich tue, so abgedroschen es klingt. Gleichzeitig muss ich eine Liste von Anforderungen erfüllen können, bei denen ich schon jetzt hinterher hinke, trotz Auslandssemester und drölf Praktika. Ich habe wohl relativ viele Möglichkeiten – doch immer, wenn ich das Eine gerade in Angriff nehme, sehne ich mich nach der genau gegensätzlichen Option. Und wie oft muss man sich eigentlich neue Vorsätze machen und sich sagen, dass das, was man gerade macht, genau das Richtig ist, auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlt, bis man einsieht, dass es eben doch das Falsche ist? Gibt es das Falsche? Ist überhaupt etwas wirklich falsch, was ich machen kann, so lange ich nicht, das Geld von älteren, mir immer noch in gewisser Weise verpflichteten Personen ausgebend, bei Halbfremden auf dem Sofa abchille (auch aus Freaky Friday) und jegliches, mal dagewesenes Talent und Wissen durch allerlei Substanzen vertreibe? Wann muss ich mich einfach noch an eine Situation gewöhnen und wann bin ich schon tief unglücklich und sollte etwas ändern? Wenn ich nachts wach liege und mir zur Entspannung vorstelle, dass gerade mehrere Krebsgeschwüre in meinem gestressten Körper schleichend heranwachsen, ist mein erster Impuls, asap meinen Handgepäckkoffer mit dem Naheliegendsten zu befüllen und einfach ciaomäßig ins nächste Flugzeug Richtung beste Erfahrung meines Lebens zu steigen. Und doch kann ich dir jetzt schon sagen, dass ich in eben diesem Flieger denken würde: aber in Berlin hatte ich doch einen coolen Job und eigentlich ein okayes Leben, zwar leider kein Zimmer, aber wenigstens eine Tätigkeit, die ich mir immer gewünscht hatte hauptberuflich auszuüben und die mich möglicherweise weit bringen würde. Außerdem wollte ich immer in Berlin wohnen und jetzt kommt ja auch der Sommer hahaha. Wie viel soll ich einfach auf mich zukommen lassen, sagen “das ist das Leben” und wie viel soll ich planen? Das frage ich mich nicht nur jedes Mal, wenn ich verreise und doch wieder an dem Ende der Stadt lande, an dem tatsächlich niemand seine hübschen tausend Instagram Fotos gemacht hat, sondern auch in meinem generellen Leben. Ab wann lasse ich mich durch zu wenig future-planning und dem Annehmen auftauchender Gelegenheiten fremd bestimmen? “Make good choices” ruft Tess Coleman ihrer Tochter Anna zu, als diese verzweifelt lustlos einem neuen Highschool Tag entgegen stapft. Was eine meiner Grundpaniken recht genau auf den Punkt bringt – ich muss auf jeden Fall die richtige Entscheidung treffen, ich darf auf keinen Fall im Nachhinein etwas bereuen. Bisher habe ich vermutlich mehrere gute, aber auch ein paar eher schlechte Entscheidungen getroffen und was, wenn ich mich gerade in einer solchen letzteren befinde und im Rückblick merke, dass ich einen Teil meiner kostbaren Zwanziger damit verbracht habe, die Folgen einer schlechten Entscheidung zu leben? Denn, no pressure, aber genau jetzt wäre die Zeit deines Lebens, und ach ja, hier noch ein paar Instagram-Quotes, die zusammenfassen, was du alles gerade erreichen und erleben könntest. Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, in welchem ein, dem hier angeschnittenen sehr ähnlicher Problemzustand als “Quarterlife Crisis” beschrieben wurde. Es ist also ein anerkanntes Befinden und geht nicht nur mir so, I guess. Macht mich das glücklicher? Nicht so sehr. Sollte ich mehr darüber nachdenken, was ich wirklich will? Vermutlich, aber ich weiß es ja eigentlich schon seit ungefähr zehn Jahren: stell mich ein, Emmanuelle. Oder guck Freaky Friday, damit du meine coolen Bezüge hier verstehst.

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‘To jobs that pay the rent’

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Dream job: expensive magazines buyer 

Emmanuelle, here are all the weird jobs I had in my life – besides my real jobs, studies or internships – chronologically ordered. I only listed the things I actually got paid for.

As a child:

  • Flower seller
  • Random little things from cereal packs seller
  • Detective ( I didn’t get money for this but it was a really important step in my career)
  • Foot model

As anything but a child:

  • Babysitter
  • Art exhibition guard
  • Worker on a farm
  • Au pair girl
  • Bakery worker
  • Shop assistant
  • Hostess on a games convention
  • Violin teacher
  • Kusmi tea promoter
  • Headphone promoter
  • Greeter and servant on a fancy party
  • Sneaker promoter
  • Dog sitter

Thanks for the amazing opportunities and I hope the list ends here.

Night lover

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I love the corduroy skirt. -Johanna

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Sweater: Vintage, Skirt: Topshop, Scrunchie: Kauf dich glücklich

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Night lover

Team Johanna & Leonie

Don’t be sleepy

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This is the first cool jeans I ever owned. And my favorite sweater. -Johanna

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Velvet Sweater: &Other stories, Denim jacket: Vintage, Mom jeans: Urban Outfitters

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Childhood memories

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Team Johanna & Leonie

Le velours

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With this outfit I feel like back in the time when my mom was my age. – Johanna

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Velvet sweater: Vintage, Mom jeans: Monki

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Dreamy cozyness

Team Johanna & Leonie

Monica? It’s Rachel

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Everything is cool in this outfit. I especially like the leggins, you can wear it with what ever you want. -Johanna (proves that the right leggins can replace trousers very well)

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Denim jacket: Vintage, Hoodie: American Apparel, Leggins: Adidas via Urban Outfitters

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Pretty in and outside

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Vintage vibe

Team Johanna & Leonie

Babygirl

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I feel a bit like wearing a children’s outfit. My sister sewed the cord dress and the glitter top is just cool. -Johanna

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Dress: Selfmade, Top: Urban Outfitters

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Beer is always better than no beer

Team Johanna & Leonie